Über alles und nichts?

Tja, nun ist es bald ein Jahr her, dass ich zuletzt einen Artikel verfasst habe und ich dachte mir, hier muss unbedingt was Neues stehen.

Aber kann man irgendetwas wirklich sinnvolles schreiben über das, was gerade auf der Welt los ist? Über ein Virus, welches die Chance hätte die ganze Welt zum Besseren zu verändern? Endlich weg vom schneller, höher, weiter. Hin zur Postwachstumsökonomie. Weg von der übertriebenen Globalisierung, hin zu regionalen Gemeinschaften. Weg von der 40 Stunden Woche, hin zu Grundeinkommen und Tätigkeiten, die Menschen tun möchten, weil sie sie wirklich gerne tun und eine Automatisierung von allen mechanischen monotonen Tätigkeiten, mit der kein Mensch sein wertvolles Leben verbringen sollte (Richard David Precht inspiriert mich da sehr). Naja, alles Utopien. Solange die Gier und der Hunger nach Macht im Menschen so tief drinne sitzt, wird das alles nichts.

Da greift dann doch der Planetenwitz: Treffen sich 2 Planeten. Sagt der eine: Ich hab Homo Sapiens. Sagt der andere: Macht nichts, das geht vorbei.
Ich empfinde ja Corona als einen ersten kleinen Warnschuss vorm Bug. Dass wir mit diesen Planeten anders umgehen müssen, sonst kommt der nächste nicht mehr so harmlose Schuss.

Für mich ist meine Lösung die Spiritualität. Weg vom Ego. Weg vom zwanghaften etwas erreichen wollen. Wofür? Für was? Was ist wirklich wichtig im Leben? Wirklich erfahren, dass wir alle und alles Eins sind. Auf einer ganz hohen Ebene gibt es keine Trennung. Wäre dies für alle erfahrbar, wäre diese Welt eine andere.

Für mich heißt das jeden Tag aufs Neue, in der Liebe zu bleiben. Mich nicht anstecken zu lassen von Menschen, die Negativität verbreiten. Und doch jeden Menschen unvoreingenommen und wohlwollend zu begegnen.

Ich finde, es wird immer schwieriger, zu erkennen, was wahr ist. Was Fakten sind. Gibt es die überhaupt noch? Es gibt ernsthaft Menschen, die behaupten, die Erde sei eine Scheibe. Da sprechen dann doch genug Fakten gegen 🙂 Aber wenn man dann an Themen, wie z.B. 5G kommt, wird es schwieriger. Oder so beliebte Diskussionsthemen wie Impfpflicht oder Homöopathie, oder was an kruden Theorien gerade so aktuell ist. Oder soll ich doch das Reizwort „Verschwörungstheorie“ schreiben und dann landen hier per Google ganz viele von irgendetwas komischen überzeugten Leute und schreiben mir mit vielen Ausrufezeichen ihre Wahrheit?

Es werden von allen Seiten zu Hauf „Fakten“ geschmissen. Und man kann das unmöglich alles verifizieren oder falsifizieren. Wie auch, woher will man denn nun bei der Gegendarstellung wissen, ob die nun wiederum wahr ist? Ich hatte vor Monaten mehr als 6 Stunden über MMS recherchiert und maiLab mag ich dazu und auch generell sehr empfehlen. Und es gab so so so viele laut brüllende Leute, die das als Wundermittel anpriesen. Am Ende bleibt nur gesunder Menschenverstand, um das zu entscheiden. Aber woher weiß man denn ob man (noch?) gesunden Menschenverstand hat?

Oder man nimmt Ockhams Razor für die Entscheidung (Von mehreren hinreichenden möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen).

Vielleicht ist die Welt auch einfach so, wie du glaubst, dass sie ist! Was der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen!
Da gibt es ja auch eine Theorie in der Sozialpsychologie zu. Wenn du dich einmal auf etwas festgelegt hast, das zu glauben, suchst du bewusst und unbewusst nach Beweisen dafür. Und du wirst zunehmend alles so interpretieren, dass dein Glaube bestätigt wird. Wenn man also einmal angefangen hat zu glauben, die Welt sei eine Scheibe, wird man es immer wieder bestätigt finden. Total absurd, aber der Mensch scheint leider nur so primitiv zu funktionieren.

Das soll seriöse Wissenschaft ja eigentlich besser machen: Man stellt eine These auf und versucht völlig neutral diese zu beweisen oder man widerlegt sie. Und beide Ergebnisse sind gleichwertig.
Nun ist Wissenschaft, die von Unternehmen finanziert wird, die gerne bestimmte Ergebnisse sehen würden, natürlich in der Tat nicht mehr neutral.
Und auch eine WHO, die zu 80% von einem Menschen finanziert wird, ist möglicherweise auch nicht mehr so richtig neutral. Was es eigentlich absolut nötig macht, dass all sowas ausschließlich von Staaten finanziert wird. Dummerweise ist der Staat ja auch oft nur noch Marionette der Wirtschaft.

Und deshalb muss der Grundansatz komplett anders sein. Der beginnt aber immer bei einem selbst, als ein Mensch, der gereift, der erwacht ist, und sich selbst zurücknimmt. Der schaut, wie er das Potenzial des anderen wachkitzeln kann, wie sie das Leben des anderen schöner machen könnte. Als Unternehmen möchte man, dass die MitarbeiterInnen ihr vollstes Potential entfalten können, möchte man, dass alle glücklich sind mit ihrem Tun und es geht nicht um Wachstum, sondern um die Frage, wie wir das, was wir tun, noch großartiger tun können. Und dem Staat als Vertreter des Volkes interessiert tatsächlich das Wohl ALLER Bürger und man versucht auf bestmögliche Weise unterschiedlichste Bedürfnisse auf einen Nenner zu bringen. Jaja, Utopien, total naiv… aber manchmal finden sich auch solcherlei Ansätze in Nachrichten wieder. Regierungen, die das Glück maximieren wollen. Oder wenn in Neuseeland die Premierministerin Jacinda Ardern weg vom Wirtschaftswachstum möchte.

Auf jeden Fall ist die Welt mehr im Umbruch als sonst. Aber auch das darf man wieder hinterfragen. Ist das so, oder kommt es einem nur so vor? So bleibt irgendwie derzeit alles etwas unklar und schwammig und so fühle ich mich auch, was meine vielen Ideen angeht. Was möchte wirklich in die Welt gesetzt werden? Kommt da ein Impuls? Ich bin gespannt wie es weiter geht. Also mit der Welt, und mit mir.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.