Was ist das hier

Willkommen auf meiner persönlichen Webseite. Hier blogge ich querbeet durch verschiedenste Themen, die mich interessieren. Von eigenen Projekten, IT-Spezialthemen, die Welt und wir, Hunden, Kung-Fu, Spiritualität bis hin zu irgendwelchen trashigen Fernsehserien.  Ich blogge hier ganz ohne Anspruch an Professionalität oder irgendwelchen Suchmaschinenrängen aus Spaß  an der Freud. Wer hier landet, hat entweder über einen Suchmaschinentreffer eines Spezialthemas hierhergefunden, oder interessiert sich tatsächlich dafür, wer ich bin. Beide finden hier Antwort 🙂

Wie wollen wir leben?

Nach meinem letzten Blogpost habe ich noch etwas mit Menschen, die bezüglich der Coronasituation deutlich anders denken als ich (um mal nicht das pauschalisierende Wort „ImpfgegnerIn“ zu benutzen), diskutiert. Nicht mit Verschwörungsideologen, sondern Menschen, die eine ganzheitlichere Sicht auf das Leben an sich haben. Ich habe auch die 9te sehr gute Podcastfolge von Lanz und Precht gehört, wo die beiden sich über Impfen und Corona unterhalten.

Ich möchte meine Aussage von meinem letzten Blog über Toleranz etwas revidieren und entschärfen. Jeder hat natürlich das Recht nach seiner Facon frei zu leben soweit es für eine Gesellschaft machbar ist. Man hat sich mal darauf geeinigt, dass man nicht nackt durch die Gegend laufen darf, und daran wird sich im allgemeinen gehalten. Auch da gibt es Menschen, die das blöd finden. Wer sich nicht impfen lassen will, lässt sich nicht impfen. Das ist ok. Es gibt dabei Gründe, die sind für mich nachvollziehbar. Es gibt aber auch Gründe, die ich nicht akzeptieren mag. Vor allem, wenn sich sonst eigentlich tiefgründige Menschen, die sich gut informieren und viel nachdenken, von Desinformation verblenden lassen und nicht mehr die Quellen prüfen. Wenn Dinge verbreitet werden, weil es sich gut und richtig anhört und anfühlt. Wenn Menschen Statistiken nicht mehr glauben und irgendwelche Verschwörungen als Hintergrund vermuten. 

Wenn ich einen  freiheitlichen Staat will, werde ich auch aushalten, dass wenn ca. 25% der Menschen sich nicht impfen lassen möchten, dass wir deshalb länger mit dieser Pandemie zu kämpfen haben. 

Ich habe mir dazu auch Mais sehr unterhaltsames Video zur Impfpflicht angeschaut. Neben den meist unerträgliche Niveau auf Facebook und Youtube mit Hetz- und Hasskommentaren (siehe dazu auch Die Zerstörung von MaiLab) gab es auch sehr gute sachliche Diskussionen und Nachfragen.
Ich gebe ihr Recht, was die Fakten betrifft, ziehe allerdings nicht den gleichen Schluss wie sie. Die Frage ist doch immer, ist das Virus gefährlich genug, um eine Impfpflicht durchzusetzen.
Wenn wir heute in einer Gesellschaft leben, wo Freiheit so ein hohes Gut ist, müssen wir eben alle aushalten, dass wir statt zwangszuimpfen, wieder mehr Maßnahmen ergreifen, die weniger invasiv sind: Also Testen bis zum Erbrechen (oder eher Niesen) täglich für alle, die sich unter Menschen begeben wollen, grundsätzliche Kontaktbeschränkungen auf X Personen in Innenräumen, keine Großveranstaltungen, HomeOffice wo möglich. Solange bis das Virus endemisch geworden ist.

Bei den Pocken gab es damals eine weltweite Impfpflicht, zu recht. An diesem Punkt sehe ich uns nicht, das Virus ist ja deutlich ungefährlicher. Aber ich halte es nicht für grundsätzlich falsch, wenn der Staat aus Gründen des Allgemeinwohls für eine Impfflicht entscheiden muss – auf Kosten der Freiheit des Individuums. Jemand der das weiterhin nicht will, muss dann nötigenfalls das Land verlassen. Es gibt ja viele, die sich mit den „Totvirenimpfstoff“ anfreunden können. Das wäre doch ein Weg, erstmal dieses zuzulassen.

Geimpfte sind ja vor allem auch deswegen so wütend auf die ImpfverweigererInnen, weil es ja vor allem diese sind, die die Krankenhäuser wieder über ihre Belastungsgrenze füllen und deshalb die Intensivstation dann zu überlastet ist, bei allen anderen Notfällen. Wenn sie geimpft wären, wäre das ja nicht passiert. Andererseits sollten die Kapazitäten in den Kliniken grundsätzlich deutlich höher sein. Kann der Staat nicht Geld in die Kliniken statt in die Wirtschaft zweckgebunden einsetzen,  so dass mehr PflegerInnen bei deutlich besserem Gehalt und kürzeren Schichten dort arbeiten wollen? Gesundheit darf sich nicht rechnen müssen!   

Andere Sichten auf Impfungen
Gegen die Impfflicht spricht ja, dass man selbst entscheiden möchte, was man mit seinem Körper macht. Manche Menschen wollen die Krankheit ungeimpft durchstehen, wenn sie sie denn bekommen, weil nur das ein natürlicher Umgang für sie ist. Die anthroposophische Sicht z.B., zitiere ich einfach mal, nach Rudolf Steiner:

„Der Mensch sei ein wiedergeborenes Wesen, das sich immer weiterentwickele in jeder Reinkarnation, und Krankheiten hätten in dieser Weltsicht im Grunde einen Sinn, eine höhere Bedeutung, seien zum Beispiel ein Ausgleich für Fehlverhalten im letzten Leben.“ (Quelle)

In der zitierten Quelle wird das als höchst lächerlich abgewertet. Ich bleibe dafür gerne offen, dass es Wiedergeburt und Karma gibt, aber das heißt für mich nicht, dass man sich dann absichtlich einem Virus aussetzt. Wenn man Leid verhindern kann, verhindert man das. Das ist ja ungefähr so wie der folgende Witz:

Ein gläubiger Mensch rettet sich während einer
riesigen Überschwemmung auf das Dach seines
Hauses. Die Fluten steigen. Ein Rettungsboot kommt
vorbei und bietet an, ihn mitzunehmen. „Nein,
danke“, sagt er, „Gott wird mich retten.“ Die Nacht
bricht an, und das Wasser steigt weiter. Der Mann
klettert auf den Schornstein. Wieder kommt ein Boot
vorbei, und die Helfer rufen: „Steig ein!“ – „Nein,
danke“, erwidert der Mann nur. „Gott wird mich
retten.“ Schließlich kommt ein Hubschrauber. Die
Besatzung sieht ihn im Scheinwerferlicht auf dem
Schornstein sitzen, das Wasser bis zum Kinn.
„Nehmen Sie die Strickleiter“, ruft einer der Männer.
„Nein, danke“, antwortet der Mann, „Gott wird mich
retten.“
Das Wasser steigt weiter, und der Mann ertrinkt. Als
er in den Himmel kommt, beschwert er sich bei Gott:
„Mein Leben lang habe ich treu an Dich geglaubt.
Warum hast Du mich nicht gerettet?“ Gott sieht ihn
erstaunt an: „Ich habe dir zwei Boote und einen
Hubschrauber geschickt. Worauf hast Du gewartet?

Das Karma wird trotzdem zuschlagen, also da wird unser Impfen nicht viel dran ändern. Und Impfen kann man sich dann auch ungefähr wie das Boot schicken vorstellen!
Wer aber wirklich diesen Weg ohne Impfung gehen will, der akzeptiert dann auch, dass das Karma vielleicht auch beschlossen hat, dass sie selbst daran sterben muss. Die akzeptiert dann auch, dass sehr viele Menschen daran sterben, weil es so gottgewollt ist? Weil es der karmische Lauf der Dinge ist?     

2G – ein NoGo!
2G halte ich für absolut unangemessen.
Dazu sagt Hendrik Streeck:

„Wenn sich Geimpfte infizieren, haben sie laut einer Studie zwar kurzzeitig eine so hohe Viruslast wie Ungeimpfte“, erläuterte Streeck. „Diese fällt aber sehr viel schneller ab. Damit verkürzt die Impfung die Zeitspanne, in der das Virus weitergegeben werden kann.“ (Quelle)

Daher gibt also 2G überhaupt keine Sicherheit. Im Gegenteil, es wird eine SCHEINSicherheit aufgebaut, die gar nicht da ist. Und es führt zu weiteren Aufhetzen und Spalten.  Das einzige richtige ist 1G: Wir müssen uns alle täglich testen.  Und wenn man sich auf Twitter zu umhört, reicht nicht mal das!

Langzeitfolgen, die man nicht wissen kann?
Hier bin ich wirklich gespalten. Es wird immer wieder gesagt, Impfschäden können nur in den ersten Wochen nach der Impfung auftreten. Die Folgen davon können natürlich auch für immer bleiben (das immer wieder genannte Beispiel Pandemrix und Narkolepsie, siehe dazu auch Mais Video). Danach ist der Impfstoff vollständig raus aus dem Körper, das Immunsystem hat etwas gelernt und es ist vorbei.

Dem gegenübergestellt kann man sich fragen: Ja kann man das denn wirklich wissen? Weil da etwas künstliches verwendet wurde, dass sich der Körper da irgendetwas „anders“ merkt? Dass nicht Jahre danach dann doch deswegen irgendetwas auftreten kann? Sind wir so arrogant zu behaupten, wir kennen alle Phänomene dieses Lebens komplett?
Gibt es denn wirklich Studien, die nachgewiesen haben, dass es keine statistische Signifikanz gibt, zwischen Impfung und irgendeiner Krankheit, die Jahre später auftritt? Haben wir denn genug statische Daten, um das auszuwerten? Man muss doch nur vergleichen, ob in Relation gleich viele Ungeimpfte Menschen welche Krankheiten bekommen? Ich weiß es nicht!  Ich glaube aber, wenn da irgendwas auffällig gewesen wäre, wäre das längst herausgekommen? Vielleicht ist die Veränderung so subtil, dass sie nicht messbar ist? So etwa wie „Geimpfte sind alle ein bisschen aggressiver? (oder netter?)“. Aber ist es nicht total sinnfrei über so etwas nachzudenken – denn subtil beeinflusst uns ja alles mögliche. Vielleicht macht ja die ganze Mobilnetz-Strahlung viel mehr mit uns subtil, so dass eine Impfung das kleinste Problem wäre? Vielleicht sind wir alle nur so gespalten bis aggressiv aufeinander weil so viel mehr Strahlung da ist? Wie will man sowas alles wissen oder herausfinden? 

Meinung? Fakten? Desinformation? Realität?
Es gibt sogar Broschüren, die sehen so aus, als kommen sie vom Staat, sind bespickt mit durchaus korrekten Informationen, vielen aus dem Zusammenhang gerissenen Statistiken und Zitaten und kommen am Ende zu Ergebnis, dass impfen generell eine ganz schlechte Idee ist. Ich würde mir von mündigen BürgerInnnen wünschen, dass sie jegliche Broschüren prüft, woher sie stammen und wenigstens grob mal die Quellen überprüft.

Statistiken kann man verschiedenen interpretieren. Ja. Und man kann sie falsch interpretieren. Und man kann Zahlen weglassen und man kann sie mit anderen Zahlen in Relation stellen, um etwas zu verdeutlichen. Mann kann korrekte und inkorrekte Rechnungen machen. Da muss man deutlich schauen und unterscheiden!

Dass 1+1=2 ist, ist ein Fakt. Wenn jemand meint 1+1 = 3 – ist das dann seine Meinung, die er haben kann, oder ist das grundsätzlich falsch? Aber es könnte ja auch eine große Verschwörung dahinterstecken und 1+1 ist wirklich am Ende 3? Manche können sowas sogar vorrechnen. Muss ich akzeptieren, dass du glaubst 1+1 ist 3? Ich frage mich mittlerweile so etwas ernsthaft.
Dazu ganz aktuell sehr lustig aber sehr bezeichnend: die Mathematikleugnerin.

Wo verschwimmt die Grenze zwischen Meinung und Fakt? Das mag ja bei 1+1 in dieser Realität für jeden so sein, dass das 2 ist, aber es gibt so vieles was als Fakten dargestellt wird, was viele schon nicht mehr akzeptieren. Was kann man denn wirklich belegen? Wenn theoretisch alles fälschbar ist, dann kann man überhaupt gar nichts mehr belegen! Dann kann man ALLES in Frage stellen. Also auch alle Grundsätze der Physik. Und ja, wir könnten ja auch alle in einer großen Matrix leben und oben drehen die verspielten Götter hier und da ein paar Regler gerade etwas mehr und lachen sich kringelig, wie wir hier austicken.

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Was ist real? Aus spiritueller Sicht ist nichts real. Alle Formen sind nur Illusion. In Wirklichkeit ist alles eins und wir alle nur unterschiedliche Manifestationen von dem Einen. Und ist es vielleicht so, dass jeder in seiner eigenen Wahrheit lebt und man sich daher auch nie auf etwas objektives einigen können wird? Lande ich irgendwann in der Psychiatrie wenn ich noch mehr darüber nachdenke? Das ganze ist auf gedanklicher Ebene nicht zu lösen. Man kann nur in die Stille gehen und wieder die tiefere Verbundenheit von allem erfahren und die Unwichtigkeit der Formen erkennen. Dann wird vielleicht ein Erwachen möglich und all diese Themen verlieren an Bedeutung. Und doch lebt man auf dieser relativen Ebene letzten Endes in einer Gemeinschaft, wo man sich  letztlich auf Regeln einigen muss, die das Gesamtwohl maximieren. Dass unsere Politik und unser Gesellschaftssystem leider derzeit so nicht funktionieren, ist mir klar.

Nur Glaube?
Ich sprach im vorigen Blogpost davon, dass der Glaube so vieles bewirken kann. Dass der Placebo-Effekt offenbar einen sehr großen Wert haben muss. Es gibt ja auch unerklärliche Spontanheilungen. Wir wissen also wirklich noch nicht alles über das, was, wie und warum auf dieser Welt möglich ist. Deshalb sollte eine Demut bleiben über das was geschieht und das, was wir tun. Und eine Offenheit über alle möglichen anderen Sichtweisen. Vielleicht lassen sich alternative Heiltechniken eben nicht wissenschaftlich nachweisen und funktionieren trotzdem und wir wissen einfach nicht Warum. Weil es mehr als wissenschaftlich nachweisbares zwischen Himmel und Erde gibt. Ein schwarzweiß-Denken ist immer falsch. Verurteile also nicht. Dazu möchte ich einen wunderschönen Satz aus dem letzten Newsletter von Chameli Ardagh zitieren:

„Lass deine Meinung durchlässig sein, damit die Liebe durchscheinen kann!“

 

Bildquelle: publicdomainpictures.net