Tag 26 in China – Power Training am letzten Tag

Sonntag, 17.4. – Tag 26 – Power Training am letzten Tag
Kaum zu fassen, dies ist mein letzter Tag. Aufgewacht bin ich bereits 3.30 Uhr und nicht wieder wirklich eingeschlafen.  Super-Gutgelaunt ging’s in Morgentraining. Gleich mal “run mountain”. Dann 100 mal eine ca. 40 cm hohe Anhöhe hoch und wieder runterspringen. Ich war total außer Atem. Danach oben stehen mit halben Fuß über der Anhöhe und 100 mal Fersen heben. Dann mit einem Bein abwechselnd springen, aber hoch springen, nicht nur das Bein wechseln. Danach war ich fix und alle und hatte kaum noch Luft, es ging aber weiter mit so schnell rennen wie es geht, ca.50 meter, dann bis auf den, der als erstes angekommen ist, jeder 40 Liegestütze. Dann im Stand schnell drippeln und nochmal so schnell es geht hin- und zurücklaufen. Dann passierte es, dass ich auf den Rückweg wirklich keine Luft mehr bekam. Ich musste total stoppen. Das war anders als ein normales außer Atem sein. Es war wohl das oberste Level der Erschöpfung erreicht. Ich durfte dann Pause machen.

Beim Vormittagstraining hieß es schon wieder „run mountain“. Oh Gott! Wie meinte der neue Texaner: „Einfach laufen!“ Er konnte ein klein wenig deutsch. Ja, shut up, and run… so gut es halt geht. Dann ging’s zum Glück ab in die Trainingshalle. Erst wieder die üblichen Kicks, ich ließ ein bisschen meine Videokamera zum Training laufen. Der Shifu zeigte uns dann eine neue Bewegung mit dem Stock. Da ich mir genau diese Bewegung gestern noch von einer anderen Frau haben zeigen lassen, konnte ich es diesmal gleich verstehen und der Shifu brauchte zur Abwechslung mal nicht ungeduldig werden. Die Bewegung ging nicht so sehr auf die Hand, die konnte ich prinzipiell ewig machen und lief auch schon recht flüssig. Ich trug meinen Handschuh, und der Shifu fand die ganz toll, und fragte wo man die herbekommt. Konnte ich ihm leider nicht auf Englisch erklären. Das sind die Handschuhe, die ich vom Go-Kart bekommen habe, die sind innen geriffelt sind um den Lenker besser zu halten.

In der Pause machte der 2-Meter-Mann gegen den Shifu Sparring. Mit Boxhandschuhen natürlich, aber sonst keinerlei Schutz. Und dafür, fand ich, griff der Shifu mit viel zu viel Power an. Aber es ist ja nichts passiert. Er hat sich ganz gut gegen den Shifu behauptet. Dann kämpfte der Holländer gegen den 2-Meter-Mann, und der Holländer lief prompt in seinen Faustschlag rein und seine Nase blutete.

Nach dem Break hieß es wieder run (ca. 10 Minuten). Das ging erstaunlich locker, vielleicht weil ich wusste, dass dies mein letztes Laufen hier ist. Dann nach dem stretchen war nochmal Powertraining (vielleicht weil es mein letztes Training hier ist?) schon wieder 100 Klappmesser, und die andere Variante von Situps und dann umdrehen und aus der Bauchlage Beine und Arme heben, 200 mal. Als wie fertig waren, nochmal 200, als ich 100 hatte (und mein Denken aufgehört hat…) brach er ab, dann sollten wir uns gegenseitig massieren.

In der Mittagspause packte ich und sorgte dafür, dass ich ein Taxi um 4 Uhr morgen bekomme.
Beim Chinesisch-Unterricht lernten wir spaßeshalber noch ein Lied, was wohl in vielen Ländern bekannt ist. Der Text lautet: Wenn du glücklich bist klatsche mit den Händen, stampfe mit den Füßen, usw.  Ich sollte explizit meine Kamera holen und nun habe ich ein sehr komisches Video, wo kleine chinesische Kinder dieses Lied singen und wir, natürlich total schlecht…

Zum Abendessen habe ich dann restliche Lebensmittel und sonstiges, was sich nicht lohnt zurückzunehmen verteilt.
Abends wurde dann das Video geguckt, das hatte ich ja schon. Daher wurde die Zeit genutzt um die restlichen Formalitäten zu erledigrn. Die Fahrt nach Zhengzhou sollte 350 Yuan kosten, empfand ich ganz schön teuer. Soviel hatte ich natürlich wieder nicht mehr, und so zahlte ich einen Mischmasch aus 20 EUR und meine letzten 200 Yuan und bekam 30 Yuan zurück. Ein Headmaster würde mich fahren. Es wurde dann ein Foto von mir gemacht und ich trug meine Kontaktdaten in ein Word-Dokument ein. Yuen-Shifu meinte, eine Abfahrt um 5 würde völlig reichen, darauf ließ ich mich aber nicht ein.
Auf eine Abschieds-Rede verzichtete ich, holte mir aber noch einige E-Mail-Adressen.

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