Unser Staubsaugerroboter

mit einem haarenden Hund im Haushalt, waren wir das ständige Staubsaugen leid. Am Morgen weggesaugt, waren am Abend schon wieder neue Haare da. Also legten wir uns einen iRobot Roomba 780 Staubsaug-Roboter zu, in der Hoffnung, dass sich die hohen Anschaffungskosten auf Dauer amortisieren. Wenn schon, dann auch einen Staubsaugerrobotor, der zu den besseren gehört, um etwas einigermaßen intelligentes zu bekommen.

Mein Fazit nach einem Jahr Einsatz: Er lohnt sich, hat mich aber in meiner hohen Erwartungshaltung enttäuscht. Der Roomba saugt recht zuverlässig alles weg. Insbesondere durch die Bürsten gehen die Haare auch gut aus Teppichen raus. Er saugt nicht so kräftig wie ein normaler Staubsauger, er hat dafür jedoch die rotierenden Bürsten, die das ausgleichen. Jedoch lässt die Intelligenz dieses Robots doch zu wünschen übrig.
Man muss normalerweise seine Wohnung etwas anpassen, damit sich das Gerät nicht irgendwo verfängt. Z.B. bei uns hängt der Heizungskörper genau auf eine Höhe, dass er drunter fährt, aber nicht wieder rauskommt. Oder ein Stuhl, der ein rundes Gestell hat – der Roomba versucht raufzukommen und verheddert sich. Auch jegliche Kabel sollte man von ihm fernhalten und Teppichfransen. An so einer ging die erste Bürste innerhalb weniger Tage kaputt. Man kann ihn gut programmieren, so dass er z.B. immer nachts läuft. Gut ist, dass er einem zwingt die Wohnung aufzuräumen.
Die Staubsaug-Richtungs-Logik des Roombas mutet eher nach dem Chaosprinzip an. Ich habe oft das Gefühl, dass es nach zwei Stunden Arbeit reiner Zufall ist, dass er alles erwischt hat. Manchmal meint er auch viel zu früh, dass er fertig sei. Wenn er keine Ladestation hat, weil man z.B. eine Wohnung auf 2 Etagen hat, und diese nicht immer mit hochnehmen will, sucht er diese manchmal bis zur Erschöpfung, also dem Akku-Ende.
Der Spot-Modus, um eine kleine Fläche abzusaugen ist ein Witz. Er fährt in immer größer werdenden Kreisen 3 mal im Kreis, dann werden die Kreise wieder kleiner, nach einer Minute ist er fertig. Das ist zu wenig. Es gibt Barriere-Spots, wo er nicht hinfahren soll – diese haben wir noch nie benutzt.
Unser Hund ignoriert ihn, unser Sohn hat ihn nebst diversen Raufsetz- und Mitfahrversuchen auch auf chinesisch umprogrammiert – das klingt so lustig, dass wir ihn in dieser Sprache gelassen haben. Mittlerweile kann er ihn aber auch ignorieren.

Insgesamt ist er jedenfalls seine Anschaffung allemal wert!

Als nächstes darf dann der Rasenmäherroboter kommen, der uns wärmstens empfohlen wurde. Bis ein Roboter die Küche putzt und den Abwasch macht, müssen wir uns wohl noch etwas gedulden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.