Darum ernähre ich mich vorwiegend pflanzlich

Spricht das Video nicht für sich?:

Das ist das Ergebnis unseres ständigen Wachstumsbestrebens: Immer schneller, höher, weiter. Das ist auch das Ergebnis der Globalisierung. Wo soll denn das hinführen? „Wachstum bis die Erde platzt?“ las ich mal als sehr treffenden Grafitispruch. Wir müssen endlich umdenken und zurückrudern: Lokale und regionale Produkte kaufen. Bzw. wenn schon globale, dann fair hergestellte Produkte. Zurück zur Langsamkeit – zum bewussten Genießen – zum Sein, zum Leben! Doch dazu mehr in einem späteren Blog.

Dummerweise kann man das den großen Konzernen nicht einfach so sagen: Hört mal auf damit, was ihr da tut, ihr zerstört unsere Erde! Nein, letzten Endes ist der Konsument derjenige, der entscheidet, was der Markt anbietet. Dieses ganz einfache Prinzip lernt man sogar schon in der Schule. Also muss jeder einzelne sich bewusst machen, was er da eigentlich kauft – wo und unter welchen Bedingungen wurde das hergestellt, kann ich das ethisch vertreten? Ja, das ist unbequem und mühselig und das Verführerische ist, dass das Zeugs verdammt billig ist, und man hat ja keinen Geldscheißer.
Ich bin auch kein Extremist: Ich mache Ausnahmen und ich hab auch meine in China produzierten Smartphones (Aber ich habe das Fairphone bestellt). Aber wenn jeder einzelne auch nur ein bisschen bewusster agiert: Weniger Fleisch und Wurst kauft, mehr Bio- und regional produzierte Produkte kauft, wäre schon so viel erreicht.

Was ein Wahnsinn, dass heutzutage fast alles, was man kauft erst um den halben Globus transportiert wird, was genauso gut regional hätte hergestellt werden können. Wenn ein Alien auf unseren Planeten landet, der spricht der Menschheit jegliche Intelligenz ab und fliegt wieder nach Haus…

Und vielleicht kann auch die Politik Veränderungen bewirken – wenn sie nicht unglücklicherweise eine Marionette der Wirtschaft geworden wäre, ein eigenes Thema. Wenn wenigstens die Subventionierung mal abgeschafft würde. Dann würde Fleisch wenigstens ansatzweise das kosten, was es kosten müsste und es würde automatisch weniger konsumiert. Siehe dazu auch: Schluss mit der Subventionierung von Billigfleisch.

Und in den Köpfen grassiert auch noch der Mythos, man MÜSSE tierische Produkte essen. Wie viele sich vegan ernährende Extremsportler müssen denn noch zeigen, dass das schlichtweg nicht wahr ist? Fleisch ist Luxus! Und das muss es auch wieder werden. Auch Milch und Eier müssen maßvoller konsumiert werden. Es gibt diverse Studien, die belegen, dass zuviel davon nicht gut ist. Und in fast jedem Produkt in den Supermarktregalen ist entweder Milch oder Ei oder beides enthalten, und das total unnötig, nur weil Ei und Milch soviel billiger zu haben sind als andere bessere Inhaltsstoffe. Das ist doch total krank!

Ich vertrete nicht die Ansicht, dass man grundsätzlich keine Tiere essen sollte. Bewundere aber Menschen, die das vertreten und leben können. Ich kann und habe schon ein Huhn selbst geschlachtet, und jeder, der Fleisch ist, sollte das auch können. Nur dann wird auch wieder der Wert von Fleisch bewusst – ein lebendes fühlendes Tier musste dafür sterben, dass du etwas genießen kannst, was unglücklicherweise ziemlich gut schmeckt.

Ich habe ewig überlegt ob ich meine Ansichten hierzu so öffentlich darstelle. Aber was kann schon schiefgehen? Unverständnis habe ich eh schon genug geerntet. Zum Glück stehe ich nicht alleine da, es gibt noch mehr bewusster lebende Menschen, die mich verstehen. Die Gesellschaft scheint sich irgendwie in die Bewusste und die Mir-doch-Egal Fraktion zu spalten – doch dazu mehr in einem späteren Blog.

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