Spielplätze und Hunde

Mit Kind und Hund ist der Spaziergang nicht immer ganz einfach. Am liebsten möchte man mit einem Gang nach Draußen gleich beide Zöglinge zufrieden stellen: Der Hund soll seinen Auslauf bekommen und das Kind auf dem Spielplatz Spaß haben. Wenn man den Hund dort einfach laufen lassen könnte, wäre es für einem selbst perfekt.
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Dummerweise sind da noch die anderen Kinder und Mütter, die das nicht so lustig finden, und die haben natürlich recht. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als den Hund anzuleinen. Nun scheiden sich die Gemüter: Die einen sagen: Der Hund hat nicht mal angeleint dort etwas zu suchen, die anderen sagen: das ist ok. Die Argumentation ersterer beruht auf einem überzogenen Sicherheitsbedürfnis, denn in ihrer Vorstellung, könne ja ein Kind dann zum Hund gehen und der beißt dann das Kind. Nun kann man als Hundebesitzer zum einen seinen Hund gut einschätzen, um zu wissen ob der entsprechende Neigungen hat (dann kann er natürlich nicht mit auf den Spielplatz) oder ob der ein total gutmütiger Hund ist, der höchstens bellt oder jammert, wenn Kinder ihn ärgern. Der Hunde-Experte kommt dann aber natürlich mit der Argumentation, dass auch der gutmütigste Hund austicken kann. Ja, aber auch der gutmütigste Mensch kann austicken – also alle Menschen runter vom Spielplatz! 🙂 Es gibt daher offenbar einen Punkt, wo es mit der Sicherheit aus meiner Sicht schlichtweg übertrieben wird.
Zum anderen ist man ja anwesend. Man sieht, ob sich fremde Kinder am Hund zu schaffen machen und kann intervenieren. Das allerdings sollte man tun. Von daher plädiere ich für etwas mehr laissez-faire und wünsche mir weiterhin ein gutmütiges Darüberhinwegsehen von Müttern ohne Hund, wenn mein Wufti halblegal am Rande des Spielplatzes angeleint wartet.
Schön wäre es, wenn es Hunde-Erlaubt-Spielplätze gäbe 🙂 Überhaupt Flächen, wo gut sozialisierte Kinder und Hunde ungestört toben können. Aber ja, unsere Gesellschaft hat zur Zeit wichtigere Probleme als sowas.

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